Die Musik der Natur

Tierische Ton-Arten

DelfinUnzählige Tierarten kommunizieren mit Artgenossen und anderen Lebewesen, indem sie Laute von sich geben. Das geschieht auf den unterschiedlichsten Niveaus, aber immer einzigartig.

Wenn sich Tiere laut äußern, hören fast immer andere zu. Artgenossen, anderen Tieren und Menschen bedeutet es etwas, was sie da hören. Sie fühlen sich je nach Art der Laute zum Beispiel angezogen oder auf Distanz gehalten, alarmiert oder zu Hilfe gerufen. In jedem Fall nehmen sie so Notiz von der Anwesenheit anderer Lebewesen, nicht selten auch von deren Stimmung, sozialem Status oder Entwicklungszustand.

Je nach Konstellation erkennen die  Zuhörer an der Lautäußerung, welcher  Art der Sender angehört, seine Gruppenzugehörigkeit, mitunter sogar seine Identität. Von Delfinen weiß man seit Neuestem sogar, dass sie sich nicht nur selbst mittels individuell entwickelter „Signaturpfiffe“ zu erkennen geben. Sie können sich auch gegenseitig buchstäblich beim Namen nennen. Schottische Forscher haben die sanften Meeressäuger unter Wasser belauscht und dabei erlebt, wie sich zwei Delfine über einen dritten verständigten, indem sie dessen Namenspfiff verwendeten.

Lebewesen mit der Fähigkeit, aktiv und gezielt Laute zu erzeugen, können dies auf zwei Weisen tun: Entweder benutzen sie dazu verschiedene äußere Körperteile als Instrumente, oder sie haben ein besonderes Stimmorgan und setzen vor allem ihre Stimmen zur Lauterzeugung ein.

Um sich weithin Gehör zu verschaffen, müssen Tiere nicht besonders groß sein. Wichtiger sind geeignete Mittel, um große Wirkung zu erzielen. Insekten machen sich beispielsweise durch Geräusche bemerkbar, die - gemessen an ihrer Körpergröße -  erstaunlich weit tragen. Die Zirplaute eines kaum fünf Zentimeter langen Grillenmännchens kann man über 50 Meter weit entfernt vom Bau noch hören.

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