Wolfswelpen auch in Brandenburg

Dauerhafte Heimat für neues Rudel nur mit breiter Akzeptanz möglich

er NABU nimmt die jüngste Meldung über die Geburt von Wolfswelpen in Brandenburg zum Anlass, weitreichende Maßnahmen für eine breite Akzeptanz der Wolfsrückkehrer einzufordern. „Der Nachweis eines Wolfsrudels nach über 200 Jahren in Brandenburg ist eine gute Nachricht. Jetzt geht es darum, Wölfen auch in Brandenburg dauerhaft eine Heimat zu schaffen“, sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Ein erfolgreicher Schutz des Wildtieres sei nur in Kooperation und unter Integration der betroffenen Menschen möglich.

Die brandenburgische Landesregierung war bereits seit längerem auf die Rückkehr der Tiere vorbereitet. „Die Grundlagen sind vorhanden. Ein länderübergreifendes gemeinsames Wildtiermanagement darf jedoch nicht nur durch die ‚biologische Brille’ betrachtet werden. Auch die Bevölkerung muss von Anfang an miteinbezogen werden,“ so Miller. Erfolgreicher Wolfsschutz in Deutschland sei nur in Kooperation und mit Unterstützung der Menschen in den Wolfsregionen möglich. Daran müssten neben Behörden auch Landwirte, Jäger und Naturschützer beteiligt werden. Der NABU hat die Hoffnung, dass dieses Rudel nicht das einzige in Brandenburg bleibt. Neben der neuen Wolfsfamilie in Brandenburg leben derzeit drei kleine Rudel in der sächsischen Lausitz.

Der NABU unterstützt auch in Brandenburg die vorsorgliche Schulung ehrenamtlicher Wolfsbetreuer und setzt sich aktiv für den Erhalt von großflächigen Schutzgebieten ein, die sich auch als Rückzugsräume für Wölfe eignen. Gerade das Netz „Natura 2000“, in dem das europäische Naturerbe nachhaltig gesichert werden soll, kann eine Grundlage dafür sein, wenn dort die EU-rechtlich festgelegten Schutzbestimmungen konsequent angewandt werden.

Der NABU unterstützt mit seinem Projekt „Willkommen Wolf!“ die Rückkehr frei lebender Wölfe nach Deutschland.

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