NABU begrüßt neue Wolfsfamilie!

Nun ist es offiziell: Die sächsische Lausitz hat eine dritte Wolfsfamilie

Wie auf dem diesjährigen Wolfstag in Rietschen bekannt wurde, hat sich am Westrand der Muskauer Heide eine weitere Wolfsfamilie gegründet. Wer die neuen Eltern in der Muskauer Heide sind, weiß bislang niemand. Fest steht nur: auch das bisherige Wolfspaar in der Heide hat eigene Welpen.

Das Geländes des Truppen- übungsplatzes bietet offensichtlich zur Aufzucht von Jungen einen optimalen Lebensraum: viel Wild, sichere Ruheplätze und den richtigen Untergrund für eine Wurfhöhle. Es scheint zudem wildreicher zu sein als angenommen, so dass durch die Elterntiere auch genügend Futter für die jungen Welpen zu finden ist.

Auch die Bergbaufolgelandschaften in unmittelbarer Nähe bieten Raum für die Jagd und ausgedehnte Streifzüge. Weder die Braunkohlebagger, noch die angrenzenden Straßen scheinen die Wölfe zu beeindrucken. Die Entdeckung des neuen Rudels, wie bei Wölfen der Familienverband genannt wird, zeigt einmal mehr, wie wertvoll diese Lebensräume in der Lausitz sind.

Der Wolf als frei lebendes Wildtier galt bis 1998 in Deutschland als ausgestorben. Vor sieben Jahren brachte das das erste Wölfspärchen nach 150 Jahren erstmals gesichert Nachwuchs in der Muskauer Heide zur Welt. Seitdem haben die Tiere jedes Jahr drei bis fünf Welpen herangezogen, von denen die meisten jedoch spurlos verschwunden sind. Um herauszufinden wohin die älteren Welpen abwandern, werden durch das wildbiologische Büro LUPUS zukünftig einige Jungwölfe eingefangen und besendert. Ein erster Fangversuch im letzten Winter hatte mangels Schneefall, der für das Auffinden der Wölfe unabdingbar ist, noch nicht den gewünschten Erfolg gebracht.

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