Junger Wolf kehrt zum Rudel zurueck

BfN Pressemitteilung

Dabei weilte er kurz im Raum Luckau, um von dort weiter in Richtung A 13 zu
laufen, die er am 23.03. in der Nähe von Klein Mehßow querte. In der
gleichen Nacht befand er sich später nördlich von Großräschen. Er nahm
auf dem Rückweg fast die gleiche Route wie auf dem Hinweg, legte die
Distanz aber insgesamt schneller zurück. Die letzte Tagesetappe
umfasste sogar 75 km Luftlinie. Am 24.03.2009 gegen 13:00 Uhr war er
wieder im Gebiet des Nochtener Rudels. Seither bewegt er sich eher
kleinräumig.

Sein ebenfalls 10-Monate alter Bruder, der seit Mitte März 2009 einen
Sender trägt, hat sich indes aus dem Gebiet der Eltern bislang nicht
entfernt. Er hielt sich in den letzten zwei Wochen vornehmlich in der
Heide- und Teichlandschaft südlich des Truppenübungsplatzes Oberlausitz
auf, die zum Territorium des Nochtener Rudels gehört.

Junge Wölfe verlassen das Revier der Eltern meist im Alter von 1-2
Jahren, um ein eigenes Revier zu finden. Die Beobachtung des jungen
Rüden aus dem Nochtener Rudel ist ein Beispiel dafür, dass einzelne
Jungwölfe weite Exkursionen unternehmen, noch bevor sie sich endgültig
von ihrem Rudel lösen.

Die beiden Wölfe wurden im Rahmen des Forschungs- und
Entwicklungs-Vorhabens „Pilotstudie zur Abwanderung und zur Ausbreitung
von Wölfen in Deutschland“ besendert. Das Projekt wird im Auftrag des
Bundesamtes für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums
für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gefördert. Mit dem
Forschungsprojekt soll das Verhalten von abwandernden Wölfen erforscht
werden. Die Erkenntnisse zum Ausbreitungsverhalten können in
Managementpläne einfließen und auch bei der gezielten Öffentlichkeits-
und Aufklärungsarbeit zum Neubürger Wolf genutzt werden.

 


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