Nicht Zilp und nicht Zalp

Der Fitis (Phylloscopus trochilus)

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Im Strophenaufbau hat Fitisgesang eine gewisse Ähnlichkeit mit der Gesangsstruktur der Buchfinken. Bei Fitissen singen vor allem benachbarte Männchen gut unterscheidbare, individuelle Varianten der für diese Art typischen Gesangsstrophen. Ortstypische Varianten oder Dialekte scheint es hingegen kaum zu geben.

Was allerdings vorkommt, sind Mischgesänge, bei denen ein Fitis gelegentlich Zilpzalpstrophen in den eigenen Gesang einstreut. In den wenigen überprüften Fällen haben sich solche Sänger tatsächlich meistens als Fitis entpuppt. Nur ein einziger, wissenschaftlich dokumentierter Fall war mit Sicherheit ein Bastard zwischen beiden Schwesterarten.

Fitisgesang beginnt schon  auf dem nächtlichen Heimzug vom südlichen Afrika, Ende März, Anfang April. Die Paarungszeit ist die Hauptgesangsphase der tagaktiven Fitisse. Vor allem in dieser Zeit werden Reviergrenzen mit Nachdruck verteidigt. Später, während der Brut, ist der Vogel weit seltener zu hören. Sommer und Herbstgesang kommt nur hin und wieder vor.   

Der zierliche Fitis ist stets in Bewegung, wenn auch - so wird vielfach berichtet - weniger hektisch als viele Zilpzalpe. Gerade zwei Drittel so groß wie die Haussperlinge sind beide Arten. Und gelblich, oliv- und sandfarben sowie mit deutlichem Augenstreifen ebenfalls.

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Aufnahme: K.-H. Frommolt
Ort: Kindo, Finnland (Karelien)
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