Nicht Zilp und nicht Zalp

Der Fitis (Phylloscopus trochilus)

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Fitisse leben in lichten, lockeren Wäldern, am Waldrand und auch gern in Auwäldern. Sie nisten dort am Boden in dichtem Gras- oder Krautbewuchs, manchmal auch etwas über dem Boden in Stauden. Ihre Nester haben die Form eines altertümlichen Backofens. Das heißt, sie sind überdacht und haben einen seitlichen Eingang.

Seinen Speiseplan bestimmt ein Fitis ziemlich flexibel je nach dem jeweiligen Angebot an kleinen Insekten, Larven und Puppen. Interessant ist seine Fangtechnik im Flug. Die Insektenjagd im Rüttelflug erledigt der schlanke kleine Vogel nach Falkenart.
Beeren sind nur ein seltenes Zubrot. Im Frühjahr allerdings kann man Fitisse beim Blütenbesuch beobachten. Ob sie dabei aber wie Kolibris vom Angebot an Nektar oder Pollen gelockt werden, blieb bisher ihr Geheimniss.

Die Fitisbestände haben seit dem 19. Jahrhundert eine fortgesetzte Aufwärtsentwicklung erlebt. Die  Bestandsdichte ist also insgesamt so ausgeprägt, das gezielte Schutzmaßnahmen nicht dringend erforderlich erscheinen.

Allerdings gilt dies, wie bei anderen, zurzeit nicht akut bedrohten, Arten nur unter der Voraussetzung auch weiterhin, dass ihre Lebensräume mindestens auf dem jetzigen Stand erhalten bleiben. Für den Fitis sind deshalb Buschzonen an Bächen und Auwälder von Bedeutung, von denen in Mitteleuropa nur noch wenige existieren.

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Aufnahme: K.-H. Frommolt
Ort: Kindo, Finnland (Karelien)
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