Blues für Druidenohren

Die Misteldrossel (Turdus viscivorus)

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Ihre Nester bauen die Saison- Ehepartner am liebsten in den Zweigen hoher Waldbäume. Gärten oder Alleebäume sind im 19. Jahrhundert zu Ausweichquartieren geworden, weil die zusammenhängenden Hochwälder allmählich verschwanden. Dort oben finden sie auch den Namen gebenden Bestandteil ihrer Nahrung, die Mistelbeeren. Kraftnahrung für die Jungenaufzucht suchen sie im Frühjahr und Sommer am Boden, z.B. Regenwürmer, kleine Schnecken und große Käfer. Im Herbst und Winter überwiegt die Vorliebe für Früchte wie z.B. die der Mistel oder auch Holunderbeeren, Ebereschenbeeren und Hagebutten, Oliven und Trauben. Die fruchttragenden Büsche und Bäume ihres Reviers verteidigen die Vögel konsequent gegen den Einfall von Artgenossen oder verwandten Drosseln.

Die Bestandszahlen der Misteldrossel sind in Mitteleuropa weitgehend stabil. Artspezifische Schutzmaßnahmen sind also heute nicht akut geboten. Allerdings bleibt es wie bei vielen anderen Tierarten von dauernder Bedeutung, passende Lebensräume mit genug geeigneter Nahrung zu erhalten, beispielsweise alte Streuobstbestände und Waldwiesen. Der verbreitete Biozideinsatz generell und gebietsweise forstliche Eingriffe gehören zu den Faktoren, die die Überlebenschancen der Misteldrosseln nachweislich gefährden können.

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Aufnahme: G. Tembrock
Ort: Schleusingen, Thüringen
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