Majestät der Nachtschwärmer

Der Uhu (Bubo bubo)

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Gerade in der Paarungszeit und auch in der folgenden Brutsaison beweisen Uhus ein viel umfangreicheres Lautrepertoire, als es ihr Namensklang vermuten lässt. Im Eifer des Gefechts gibt das Männchen zum Beispiel schnell hintereinander Laute von sich, die wie das Gelächter einer stattlichen Bassstimme tönen. Weibchen wiederholen in der gleichen Lebenslage ein hochtönendes "Wiwiwi".

Bedrohlich schallenden Krach können Uhus auch mit ihrem Flügelschlag erzeugen. Das dies kein Zufallsgeräusch ist, wird spätestens dann klar, wenn sie sich auf ihren völlig lautlosen Beuteflug begeben.

Uhus können ohne weiteres beanspruchen, Majestät genannt zur werden, denn sie sind nicht nur mit Abstand die größten unter den mitteleuropäischen Eulen, sondern überhaupt die größten weltweit. Ausgewachsene Männchen bringen es auf über 60 cm Größe und fast zwei Kilo  Gewicht, die noch größeren Weibchen sogar auf bis zu drei Kilo. Ihr Gefieder ist hellbraun mit dunklen Querstreifen und beide Geschlechter haben auffallende Ohrenfederbüschel, die über den großen Bernsteinaugen schräg aus dem Gesicht ragen.

Nistplätze finden Uhus fast überall, sogar am Boden. Bevorzugt werden aber Felsnischen und Spalten in Steinbrüchen, die gut geschützt liegen und möglichst eine Art Überdachung, zum Beispiel durch eine Baumkrone oder einen im Fels wurzelnden Busch haben. Uhus sind weit verbreitet auf der Erde. Aber dort, wo sie jeweils leben, sind sie das ganze Jahr zu Hause und bleiben ihrem Partner und dem gewählten Nistplatz dauerhaft treu.

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Aufnahme: G. Tembrock
Ort: Zoologischer Garten, Halle
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