Majestät der Nachtschwärmer

Der Uhu (Bubo bubo)

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Die nachtaktiven Jäger schlagen ihre Beute im Pirschflug entweder am Boden oder in Baumwipfeln. Sie leben von reiner Fleischdiät, gestalten diese aber je nach Angebot sehr abwechslungsreich. Das reicht  von Kleinsäugern, darunter auch Ratten und Igel, bis zu großen Vögeln wie dem Mäusebussard und Waldkäuzen.

Schwer zu sagen, wie häufig Uhus in grauer Vorzeit waren. In Mitteleuropa haben sie sich jedenfalls von alters her intensive Verfolgung als vermeintliche Jagdschädlinge gefallen lassen müssen. Vielleicht haben auch ihr in schwarzer Nacht für manche Menschen wohl unheimlich wirkender Ruf und die damit verbundene Charakterisierung als Unheilsverkünder und Totenvogel die Bereitschaft zur Vernichtung noch befördert.

Heute sind die Bestände der majestätischen Eulen zwar sehr überschaubar, aber doch langsam wieder im Steigen begriffen. Dazu waren allerdings neben strikten Schutzvorschriften und -maßnahmen auch gezielte Wiederansiedlungsprojekte nötig. Der Bruterfolg der knapp 3000 Brutpaare in ganz Mitteleuropa hängt in hohem Maße von störungsfreien Nistplätzen ab. Ebenso, wie von der Erhaltung der letzten reich gegliederten Landschaften und einem ausreichenden Nahrungsangebot.

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Aufnahme: G. Tembrock
Ort: Zoologischer Garten, Halle
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