Singing in the Rainforest

Der Siamang (Hylobates syndactylus, auch Symphalangus syndactylus)

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Ihr wissenschaftlicher Name bezeichnet sie als Baumbewohner mit zusammengewachsenen Zehen. Zudem sind sie richtige Langfinger. Ihre Mittelhandknochen sind verlängert, die Daumen tief angesetzt, und ihre kräftigen, langen Arme sind damit perfekt zum schwungvollen Hangeln ausgestattet. Familienverbände haben bei Siamangs höchstens fünf Mitglieder: ein Elternpaar, das monogam lebt, und gleichzeitig bis zu drei Jungtiere verschiedenen Alters. Sie verbringen die meiste Zeit ihres Lebens im oberen Blätterdach des Regenwaldes, das die englischsprachige Wissenschaft „canopy“ nennt. Dort finden sie Früchte und Blätter genug zum Sattwerden, hin und wieder auch Insekten, etwas zartes Kleingeflügel oder Eier.

Feinde haben so gut wie keine Chance, einem flüchtenden Siamang auf den Fersen zu bleiben. Buchstäblich mit Affenzahn schwingen sich die Tiere in schwindelnder Höhe sicher durch die Baumkronen. Dabei fliegen sie länger durch die Luft, als sie im Kontakt zu den Ästen sind, und das macht ihnen einfach keiner nach.

Trotzdem sind Siamangs bedroht und nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen unter Schutz gestellt. Die massiven Lebensraumverluste durch Rodungen für Anbauflächen in ihren Heimatregionen haben die Bestände soweit dezimiert, dass das Überleben der Art ernsthaft gefährdet ist.

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Aufnahme: G. Tembrock
Ort: Zoologischer Garten, Berlin
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