Good Vibrations

Die Honigbiene (Apis mellifera)

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Die Bienen erzeugen diese Schwingungssignale mit blitzschnellen Vibrationsimpulsen ihrer kräftigen Flugmuskulatur auf der Wabenoberfläche. Die Flügel hängen sie dazu aus, deshalb könnten Menschen auch bei noch so genauem Horchen kein Summgeräusch dabei hören.

Hörbar machen kann man die königliche Kampfkommunikation mit technischen Geräten, die in der Lage sind, feinste Vibrationen zu registrieren und zu verstärken. Das gelang zuerst Martin Lindauer, einem Schüler des Nobelpreisträgers Karl von Frisch, den viele als den Entdecker des Schwänzeltanzes der Bienen aus der Schule kennen. Inzwischen führt der Biologe Jürgen Tautz die Erforschung der „Stocktelefonie der Bienen“ an der Würzburger Universität fort.

Dass es überhaupt zu dieser royalen Auseinandersetzung kommt, erklärt sich aus dem Wachstum der Bienenvölker. Irgendwann wird es einfach eng im Stock, und eine zweite Königin muss heranreifen, damit das Volk geteilt werden kann. Die Erste gründet mit dem einen Teil anderswo einen neuen Stock und die Junge übernimmt das Zepter im alten. Damit das friedlich vonstatten gehen kann, wird der (für unsere Ohren quakende und  tütende) Wechselgesang veranstaltet, der die Revierabgrenzung klärt und den Zeitablauf  des Regierungswechsels bestimmt.

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Aufnahme: G. Tembrock
Ort: Berlin
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