Nicht leise, aber selten!

Der Laubfrosch (Hyla arborea)

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Das Weibchen antwortet mit physischer Annäherung, denn stimmlich reicht es bei Lady Laubfrosch bloß zu einem leisen Fiepen. Sobald sie sich ihren stimmgewaltigen Prinzen ausgesucht hat, darf sie sich seiner höchst innigen Umarmung sicher sein, die Stunden - ja Tage dauern kann.

Ist für den Nachwuchs gesorgt, schweigen die männlichen Laubfrösche noch lange nicht. An sonnigen Tagen kann man sie mitunter bis tief in den Herbst hinein aus der Hecke rufen hören. Ihre Stimmen hören sich dann allerdings etwas kratzig an, so als seien sie von mehrfacher Brautwerbung im Frühling und Frühsommer noch ziemlich mitgenommen.

Was ihre äußere Erscheinung angeht, sind Laubfrösche sozusagen der Inbegriff von Frosch. Ob Steifftier, Marzipanfigur, Kinderbuchillustration, ob zum Froschkönig gekrönt oder als Wetterprophet auf die Leiter geschickt – die Bildvorlage für alle diese Kopien ist immer der kleine hellgrüne Laubfrosch mit hellbrauner Kehle und dem schwarzen Seitenrand vom Auge bis zum Hinterbein. Die Farbgebung hängt allerdings von Außentemperatur, Luftfeuchtigkeit und nicht zuletzt auch vom Hormonspiegel der Frösche ab und changiert zwischen gelbbraun und olivgrün.

Passend zu seiner Lebensweise hat der Laubfrosch Haftscheiben an seinen Zehen, die das Klettern auf Büsche und Bäume erlauben. Dort hält er sich tagsüber auf und macht Jagd auf unvorsichtige Insekten. Den Winter verschläft der Laubfrosch mit Blättern zugedeckt unter Bäumen und Sträuchern oder in Erdhöhlen und Felsspalten im Laubwald.

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Aufnahme: G. Tembrock
Ort: Kloster Kera, Griechenland
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