Himmelschreiendes Drunter und Drüber

Die Erdkröte (Bufo bufo)

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Hüpfen ist als Fortbewegungsart bei Erdkröten die Ausnahme. Meistens schreiten sie mit langen Schritten aller vier Beine voran. Es sind dämmerungsaktive Tiere, die den Tag unter feuchten, kühlen Steinen, Blättern oder in Erdlöchern verbringen.

Sie suchen sich aber nicht selten auch die unmittelbare Nachbarschaft von Menschen aus, zum Beispiel Ruinen, Friedhöfe, Hauskeller, Parks und Gärten. Ein größeres Gewässer in der Nähe und genug Würmer, Schnecken, Asseln und Spinnen sind allerdings Bedingung.

Erdkröten sind fast überall in Mitteleuropa verbreitet und häufig. Allerdings sind ihre Bestände dauernder Gefährdung ausgesetzt. Ihre Art, den Winter entfernt vom Sommerquartier und den Laichgewässern zu verbringen, zwingt sie zu ausgedehnten Wanderungen. Das macht allenthalben die Passage befahrener Straßen notwendig, und die überlebt immer nur ein Teil der Wandergesellschaft. Andere plumpsen in die Schächte der Straßenentwässerung und verenden dort. Diese ständige Bedrohung billigt ihnen nach der Bundesartenschutzverordnung den Status der besonders geschützten Art zu. Schutzmaßnahmen wie Krötenzäune und -tunnel, ebenso  Straßensperrungen zur Hauptwanderzeit sind Maßnahmen, die auch anderen wandernden Amphibien zum Überleben verhelfen.

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Aufnahme: G. Tembrock
Ort: Tüchersfeld, Fränkische Schweiz
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