Singen und Fallschirmspringen

Das Blaukehlchen (Luscinia svecica)

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Blaukehlchen singen in der Paarungszeit tagsüber besonders gern als Fallschirmspringer und nachts sehr viel auf erhöhten Singwarten. Im Winterquartier und auf dem Zug singen auch die Weibchen, die sich aber meist deutlich kürzer fassen.

Die männlichen Blaukehlchen erkennt man zuerst an der leuchtend königsblau gefärbten Kehle. Im Blau ist je nach Brutgebiet ein weißer oder roter Fleck in Sternform zu sehen.
Darunter zieht sich ein rostrotes Band über die Brust und die Schwanzwurzel. Der Bauch ist weiß, das übrige Gefieder graubraun. Die Weibchen sind gedeckter gefärbt mit weißer Kehle und dunklem Halsstreifen. Blaukehlchen sind mit ihren Biotop-Ansprüchen auf feuchte Gebiete konzentriert. Zum Beispiel Weidengebüsche mit Schilfsaum an verschiedenen Gewässern, Auwiesen und sumpfige Auwälder. Ihre Nester bauen sie im Dickicht knapp über Bodenniveau aus Gräsern, Wurzeln und Moos. Ihre Lieblinsgwohnorte sind in Mitteleuropa jedoch bis auf kleine Inseln zusammengeschrumpft,und selbst diese wenigen Rückzugsorte werden weiter von Flussbaumaßnahmen, landwirtschaftlicher Flächennutzung und Siedlungsbau eingeengt. Am stärksten werden die Blaukehlchen von meist baulich verursachten Wasserstandsänderungen beeinträchtigt. Trotz einzelner Gebiete, in denen langsam wieder Zunahmen in der Zahl der Brutpaare zu verzeichnen sind, bleibt die Art an vielen Stellen in Mitteleuropa sehr gefährdet und bedarf gezielter Schutzmaßnahmen.

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Aufnahme: D. Wallschläger
Ort: Harrachow, Tschechien
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