Törööööh!

Der asiatische Elefant (Elephas maximus)

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Etwa zwei Drittel dessen, was Elefanten ihren Artgenossen mitzuteilen haben, spielt sich allerdings im Infraschallbereich ab, also unterhalb der menschlichen Hörschwelle.
Tiefe Töne dringen besser durch als hohe, die leichter von Blättern verschluckt oder von Hitze und Wind abgelenkt werden. Wissenschaftler haben festgestellt, dass die Tiere sich zusätzlich auf windstille, kühlere Tageszeiten konzentrieren, um mit ihren Buschtrommeln auf Sendung zu gehen. Ihre Infraschall- Signale verbreiten sich durch Luftschwingungen ebenso wie über die Vibration des Bodens und können noch in zehn Kilometern Entfernung wahrgenommen werden.
Der Empfang der Signale über die Luft wird anscheinend mit Hilfe einer Art „Stirnrunzeln“ und am Boden durch vibrationssensible Strukturen an den Elefantenzehen unterstützt.
Obwohl es zu den Einzelheiten dieser speziellen Dschungeltelefonie wohl noch einigen Forschungsbedarf gibt, sind seine nützlichen Effekte offensichtlich:
So können zum Beispiel entfernte Verwandte per Fernruf wieder zusammenfinden oder paarungsfähige Bullen schon von Weitem die entsprechende Bereitschaft einer Kuh erkennen, und kein Löwe hört ungebeten mit!

Elefanten erkennen sich individuell an der Stimme. Sie bilden offensichtlich regionale Dialekte in ihrem Lautrepertoire aus, und es gibt Unterschiede in der Äußerungsfreudigkeit zwischen den Geschlechtern; die Weibchen haben meist mehr zu „sagen“. Und afrikanische Elefanten kommunizieren mit anderen Lauten untereinander als asiatische.

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Aufnahme: G. Tembrock
Ort: Zoologischer Garten, Berlin
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