Törööööh!

Der asiatische Elefant (Elephas maximus)

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Als Bewohner tropischer Dschungelwälder haben die asiatischen Elefanten ihre Speisekammer praktisch immer direkt vor der Nase. Trotzdem dauert es viele Stunden, bis drei Zentner Blattwerk, angereichert mit Rinde, Zweigen, Wurzeln und Früchten, vertilgt sind. Dazu ziehen die Tiere in den späten Stunden des Tages bis weit in die Nacht hinein durch ihr weitläufiges Heimatterritorium. Größere Wanderungen außerhalb dieser Territorien unternehmen die Tiere nur während der Trockenzeiten und dann immer auf den gleichen Trampelpfaden.
  
Elefantenherden bestehen aus kleinen Untergruppen:  aus Familienverbänden verwandter Weibchen mit ihren Kindern – selten größer als zwei Dutzend Tiere –, aus lockeren Junggesellentrupps und einzelnen erwachsenen Bullen. Das Sozialgefüge in diesen Herden ist bis ins Detail geordnet und von ständigem Kontakt durch stimmliche Signale, durch Geruch und Berührung geprägt. Die einzelnen Elefanten kennen und erkennen sich untereinander persönlich – auch über größere Entfernungen und selbst ohne direkten Kontakt. Elefantöse Duftstoffe an einem Baum sagen einem alten Bullen zum Beispiel mit Bestimmheit, welcher andere sich vorher daran geschubbert hat, selbst wenn der schon lange weiter gezogen ist. Das sprichwörtliche Elefantengedächtnis beweist sich, wenn man den Tieren aufgenommene Laute längst nicht mehr lebender Herdengenossen vorspielt. Darauf reagieren die großen Grauen mit deutlichen Anzeichen des Wiedererkennens.

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Aufnahme: G. Tembrock
Ort: Zoologischer Garten, Berlin
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