Der es von den Dächern pfeift

Der Haussperling (Passer domesticus)

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Abgesehen von seiner stimmlichen Kapazität ist der Haussperling auch sonst sehr anpassungsfähig. Fast überall auf der Erde ist diese Vogelart zu finden. Bewohner aller Kontinente kennen die kleinen, graubraunen Gesellen, die selten allein anzutreffen sind.
Den meisten Menschen ist der Anblick in Staub oder Wasser badender Sperlingsgruppen vertraut. Ebenso wie der Radau ganzer Sperlingsschwärme, die sich geräuschvoll im Wechsel-Tschilpen üben.

Als erfolgreiche Kulturfolger besiedeln Haussperlinge auch zahlreich unsere Städte und Dörfer. Sie bauen als Koloniebrüter ihre Nester in engster Nachbarschaft in Mauernischen, Höhlungen von Bauwerken, Bäumen und Felsen, in Erdwände und unter Vordächer. Nistkästen oder verlassene Schwalbennester passen ihnen aber ebenso als Brutplätze, voraussgesetzt, die Nachbarschaft bietet Schwarmgenossen ebenfalls Unterschlupf. Haussperlingspaare sind sich lebenslang als Partner treu.
Und sie halten auch ganzjährig am Brutgebiet, meist sogar am einmal gewählten Nistplatz fest.

Haussperlinge haben sich Sämereien zur Leibspeise erkoren.
Zur Jungenaufzucht gehört aber auch tierisches Eiweiß. Als effektive Vernichter von Blattläusen und beim Fang von Raupen und Käfern legen Sperlinge mitunter Qualitäten von Kunstturnern an den Tag.

Obgleich wir uns daran gewöhnt haben mögen, Haussperlinge als robuste Allerweltsvögel zu betrachten, sind die Bestände dieser verbreiteten Singvogelart in den letzten 40 Jahren sehr deutlich zurückgegangen.
Die fortschreitende Versiegelung der Böden, eintönige Agrarsteppen und der immer noch intensive Pestizideinsatz begrenzen auch die Nahrungsbasis der Haussperlinge empfindlich.
Dazu kommt, dass die Bauweise vieler moderner Gebäude eine merkliche Einschränkung des Nistplatzangebots bedeutet.

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Aufnahme: Hannu Jännes
Ort: Finnland
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