Dschungellaute aus dem Kirschbaum

Der Pirol (SMS-Version) (Oriolus oriolus)

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Als Wappenvogel der preußischen Offiziersfamilie von Bülow stand der Pirol auch Pate für den Künstlernamen von Vico von Bülow. Der nämlich wählte dazu die französische Bezeichnung für den Vogel: Loriot!

Ein Vogel wie der Pirol verbringt einen guten Teil seines Lebens in den Wipfeln hoher Bäume.
In luftiger Höhe sucht sich die Pirolin ihren Gefährten für den Sommer. Dabei gibt sie dem Bewerber mit dem elegantesten Balzflug und den schönsten Flötenstrophen im Gesangsrepertoire den Vorzug. Hoch oben knüpft das Paar sein hängenmattengleiches Nest zwischen die Zweige, jagt Insekten und findet später im Jahr reife Früchte.

So gut versteckt fällt auch ein gut amselgroßer Vogel kaum auf. Selbst dann nicht, wenn er so leuchtend gelb und kontrastierend schwarz gefärbt ist, wie das Pirolmännchen. Dass man den schönen Vogel trotz seiner Auffälligkeit selten zu Gesicht bekommt, liegt jedoch nicht allein an der Erdferne seiner Lebensart.

Es gibt in Mitteleuropa einfach zunehmend weniger Pirole, weil ihre bevorzugten Lebensräume immer weiter schwinden:  Auwälder von nennenswerter Ausdehnung, lichte Altholzbestände in Wassernähe, hohe Alleen, alte Parkbäume, Hochstammobst in großen Gärten.

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Aufnahme: A. Gnensch
Ort: Rotes Luch, Brandenburg
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