Spiel mir das Lied vom Sommer!

Die Feldgrille (Gyrillus campestris)

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Die intensive Landwirtschaft, die in Mitteleuropa auf breiter Fläche betrieben wird, hat den Feldgrillen vielerorts buchstäblich den Boden zum Überleben entzogen.
Wo konventionell geackert wird, sterben die Feldgrillen nach und nach aus.  Denn als flugunfähige Insekten können sie keine großen Distanzen überwinden und sich  kurzerhand anderswo neue Lebensräume suchen.

Ihre einzige Chance sind gezielte Schutzmaßnahmen. Die können in der Wiederbelebung geeigneter Biotope bestehen, zum Beispiel durch Schafbeweidung, die Flächen offen hält, welche andernfalls zuwachsen würden. Im Einzelfall hilft aber nur noch das gezielte Aussetzen von Feldgrillen auf entsprechend geschützten Flächen.

In Asien sind Grillenmännchen einerseits beliebte Haustiere, die in kleine Bambuskäfige gesperrt werden, um Menschen mit ihrem Zirpen zu unterhalten. Andererseits wettet man aber auch auf sie als gewinnträchtige Kampfsportler.

Die Männchen sind Rivalen gegenüber nämlich alles andere als zimperlich. Gegner werden mit Bissen und vor allem mit heftigen Kopfstößen attackiert. Ein natürliches Verhalten zwar, dessen erzwungene Variante aber auch ein recht zweifelhaftes Vergnügen ist, denn in freier Natur können die Tiere dem Kampf  gegebenenfalls ausweichen, bevor es zu ernsthaften Verletzungen kommt.

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Aufnahme: K.-H. Frommolt
Ort: Gosen, Brandenburg
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