Rosenkavalier mit Pfiff

Der Karmingimpel (Carpodacus erythrinus)

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Das Karmin im Gefieder zeigt sich bei den Männchen erst spät. Die jungen Männchen und die Weibchen der spatzengroßen Finkenvögel sind unauffällig olivbraun gefärbt.

Karmingimpel lieben lichte Baumbestände mit üppigem und vielfältigem Strauch- und Krautbewuchs, besonders in Au- und Bruchwäldern. In Mitteleuropa nehmen sie aber auch mit anderen Plätzen vorlieb, zum Beispiel an Siedlungsrändern und in Parks. Hauptsache, es gibt genug frische Knospen und Sämereien zu futtern.

Karmingimpel waren ursprünglich über ganz Asien und im europäischen Teil Russlands verbreitet. Ihre zunehmende Ausbreitung in Richtung Westen und auch nach Nord- und Südeuropa allerdings beschäftigt die Ornithologen intensiv.

Solche sprunghaften und großflächigen Arealveränderungen sind nämlich gar nicht so leicht zu erklären und von großem ökologischem und tiergeographischem Interesse.
Vor allem, weil es Hinweise gibt, dass Karmingimpel im Mittelalter in Zentraleuropa in durchaus nennenswerter Zahl vorkamen.

Angesichts der Tatsache, dass die positive Bestandsentwicklung seit den 1980er Jahren unvermindert anhält, sind spezielle Schutzmaßnahmen nicht nötig.

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Aufnahme: K.-H. Frommolt
Ort: Paratunka, Russland (Kamtschatka)
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