Feuerrote Flötentöne

Das Rotkehlchen (Erithacus rubecula)

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Verführerisch gemeinte Songvarianten erfüllen ihren Zweck meistens allein. Eindringlinge jedoch lassen sich die Flötentöne nicht einfach von jedem beibringen, der lauthals ein Revier als Alleinbesitz beansprucht.

Solche Frechheit versetzt Rotkehlchen mitunter in regelrechte Stierkämpferlaune. Da wird mit aufgestellten Federn die feuerrote Flagge gezeigt und mit speerspitzem Schnabel das gegnerische Auge attackiert, bis endlich einer der Kontrahenten seinem Gegner, seiner Gegnerin weicht.

Der Reviergesang der Rotkehlchen gehört nach dem der Nachtigallen zu den variantenreichsten unter den Lautäußerungen der Singvögel. Die einzelnen Strophen sind besonders bei den Männchen relativ lang, und der Gesang wirkt wie eine flüssige Folge perlend weicher Harmonien.

Die Strophen beginnen leise und steigern sich bis zu schallenden Tremolos. Mühelos springen die Vögel dabei zwischen weit auseinander liegenden Frequenzen. Dieser sprunghafte Wechsel zwischen tiefen und extrem hohen Tönen ist ein ganz eigenes Erkennungsmerkmal des Rotkehlchengesangs. Verschiedene Populationen unterscheiden sich durch klar gebietsbezogene Dialekte. Einzelne Individuen imitieren auch kurze Lautfolgen, die in ihrer Umgebung häufiger zu hören sind.

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Aufnahme: G.Tembrock
Ort: Berlin Pankow
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