Feuerrote Flötentöne

Das Rotkehlchen (Erithacus rubecula)

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In der Paarungszeit zwischen März und Juni singen Rotkehlchen zwar besonders viel und ausdauernd, vorzugsweise früh am Morgen und spät am Abend. Ihr Herbstgesang ist jedoch kaum weniger ausgeprägt, und selbst im Winter kann man diejenigen Rotkehlchen singen hören, die in ihren Sommerquartieren bleiben. Auf einen kurzen Zug in südlicher Richtung begeben sich nur Populationen, die weit nördlich brüten.

Rotkehlchen  bewohnen Waldgebiete und offene Buschlandschaften, Knicks, Hecken und Gärten mit ausreichend geschützten Brutmöglichkeiten. Ihre Nester bauen die Weibchen am Boden in Löchern, unter Grasbüscheln oder in Bodennähe zwischen Kletterpflanzen. Dabei ziehen sie auch gelegentlich in fertige Nester anderer Arten ein.

Die typische Rotkehlchendiät trägt mit ihrer Vielseitigkeit auch dazu bei, eine Reihe von Kleintieren zu dezimieren, die bei Gärtnern ziemlich unbeliebt sind, zum Beispiel Blattläuse und kleine Schnecken. Beeren aller Art kommen später im Jahr dazu. Dass Rotkehlchen auch geschickte Fischjäger sind, mag erstaunen, konnte aber schon mehrfach fotografisch belegt werden.

Auch Rotkehlchen bedürfen zum Glück keiner besonderen Schutzmaßnahmen, sofern die gegenwärtigen Bedingungen für die jetzt stabilen Bestände nicht verschlechtert werden. Einzelne Bestandseinbrüche sind harten Wintern oder Freßfeinden (darunter auch Menschen) geschuldet und werden meist erfolgreich wieder ausgeglichen.

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Aufnahme: G.Tembrock
Ort: Berlin Pankow
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