Reibeisenstimme im Aufwind

Die Dorngrasmücke (Sylvia communis)

Englisch: Common Whitethroat
Französisch: Fauvette grisette

Schmalz in der Kehle ist wahrhaftig das Letzte, was man einem Dorngrasmücken-Mann nachsagen kann. Im Gegenteil: Die raue Intonation seiner Gesangsmotive ist geradezu sein Markenzeichen.

Die relativ kompakten, kurzen Strophen im Reviergesang der Dorngrasmücke beginnen trillernd und gehen rasch in Silbenfolgen über, deren Töne wie mit reibenden Geräuschen unterlegt klingen. Die einzelnen Elemente kommen in unregelmäßiger Folge und werden in ziemlich flottem Tempo vorgetragen.

Das eigene Repertoire einer Dorngrasmücke scheint im Wesentlichen aus einer Anzahl Variationen eines einzelnen Motivs zu bestehen. Damit bei den Dorngrasmücken-Weibchen keine Langeweile aufkommt, kupfert das Männchen ungeniert bei den Gesangsmotiven der nahen Verwandtschaft ab. Passagenweise hört sich eine Dorngrasmücke also an wie die Klapper- oder auch wie die Mönchsgrasmücke. An der Gesamtkomposition wird vor allem zur Zeit der Reviergründung unermüdlich gefeilt, gern auch im Wechselgesang mit benachbarten Artgenossen.

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Aufnahme: D. Wallschläger
Ort: Hiddensee, Mecklenburg
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