Geheime Wassermusik

Der Goldfisch (Carassius auratus)

Englisch: Goldfish
Französisch: Poisson rouge

Bis heute ist nicht völlig geklärt, wann und warum der Goldfisch seine Sangeskunst für sich zu behalten beschloss.
Der Legende nach wurden Goldfische einst im Reich der Mitte um der perlenden Klänge ihrer nächtlichen Gesänge willen sehr geschätzt.
Doch ausgerechnet eine Kaiserin der Song (!) -Dynastie verliebte sich in die kleinen Karpfen-Fischchen, die das Pech hatten, Schuppen am Leib zu tragen, deren Farbe exklusiv für Kaiserliches bestimmt war.

Die bedauernswerten Goldfische wurden fortan zu exklusiven Zierdiensten in gläsernen Kerkern im kaiserlichen Palast gezwungen. Dem gewöhnlichen Volk war es nun dagegen bei Strafe verboten, selbst  Zierkarpfen von dieser Farbe zu halten.

Es ist nicht überliefert, ob die goldenen Fische in kaiserlicher Haft aus Kummer verstummten oder ob sie buchstäblich aus der Sänger Höflichkeit vor der Kaiserin schwiegen.

Die Quellenlage ist auch in einer anderen Frage kaum besser: Ob nämlich ihre frei lebenden Verwandten vor Zorn rot anliefen und aus Protest gegen das kaiserliche Fishnapping keinen Menschen mehr ihren Gesang hören lassen wollten.
Oder ob Sangesfreude immer nur den goldenen Fischen gegeben war, während es bei den roten bloß zu Geblubber reichte.

Neuere Untersuchungen legen jedoch die Vermutung nahe, auch rote Mitglieder der Goldfisch-Familie seien schon immer zu beachtlichen Gesangsleistungen in der Lage gewesen – wenngleich nicht ohne weiteres bereit!

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Aufnahme: C. Morgenstern
Ort: Phanthasien
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