Blues für Druidenohren

Die Misteldrossel (Turdus viscivorus)

Englisch: Mistle Thrush
Französisch: Grive draine

Auf den hohen alten Bäumen, wo einst die Druiden eine der zauberkräftigsten Zutaten für ihre Tränke fanden, da begleitete sie der Reviergesang der Misteldrosseln.

Wie Frühlingsfanfaren tönen ihre kurzen, stoßweise angestimmten Strophen. Jede dieser Tonreihen, die in kurzen Abständen aufeinander folgen, ist aus 6, 7 oder 8 Tönen mit nur geringen Höhenunterschieden arrangiert. Am Schluß einer solchen Abfolge steht mitunter noch ein leises Nachgezwitscher. Blue notes verleihen diesen Arrangements etwas verträumt Melancholisches.

Wer genau hinhört, wird klangliche Ähnlichkeiten mit dem Gesang der Amseln feststellen. Die Gesangsstrophen von Misteldrosseln wirken zum Teil wie unvollständige, ein bisschen nachlässig intonierte Amselstrophen. Einem Vergleich mit dem außerordentlichen Formenreichtum im Repertoire eines Amselmännchens, welches weit über zweitausend verschiedene Strophen umfassen kann, hält der Gesang der Misteldrosseln allerdings nicht einmal annähernd stand. Dennoch hat auch jedes Misteldrossel-Männchen sein eigenes Repertoire an Strophentypen, das ihn individuell kennzeichnet.

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Aufnahme: G. Tembrock
Ort: Schleusingen, Thüringen
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